coffeelove
...

Ich bin sprachlos
weil ich nichts von dem
was ich zu sagen hätte
sagen will
oder kann
oder sollte.

Es bleibt nur langes Schweigen
Atmen

Sehnen.
Bloß- wonach genau?
25.1.12 11:11




Lebe: Jetzt.

Ich hatte einen lustigen Traum und lachte mich durch den Schlaf. Nach einem Kaffee und Pfirsischmarmelade fühle ich mich wieder wie ein Mensch. Meine Fingernägel glitzern blau-silbern vor sich hin und versprechen mir, dass ich heute nicht weinen werde. Es ist alles gut. Ich habe keine Angst mehr.

Wichtig, wenn man hingefallen ist: Aufstehen.
Den Staub von den Kleidern schütteln, das aufgeschlagene Knie mit einem Pflaster versorgen und weiter gehen.

Mein Leben ist doch fucking großartig.
19.1.12 10:31


Der Schmerz.

Ich bin mit Tränen in den Augen aufgewacht. Was ich gestern mit Wodka und Bier verdrängte, lag offensichtlich und schmerzhaft direkt vor meinen Augen, und ich hatte nicht mehr genug Kraft, um es zur Seite zu schieben. Nun schmerzt es. Nun zieht es meinen Magen zusammen, fühlt ihn gleich darauf mich Blei und wenn ich mich übergeben will, ist es nur die Hoffnung, die meinen Bauch verlässt. Mein Kopf dröhnt von den vielen Tränen, atmet auf halber Geschwindigkeit und was er denkt, sind nur Erinnerungsfetzen an die tausendste verpatzte Gelegenheit. Ich bin dessen müde. Der Melodramatik und der Depression. 6 Jahre. Und wir sind keinen Schritt voran gekommen. Keinen einzigen. Wir haben uns aufgerieben und verletzt. Aber dem Glück sind wir nie näher gekommen als an diesem ersten Abend, an dem wir uns trafen, als wir den ersten Kaffee tranken und noch unsere ganze Geschichte hoffnungsfroh vor uns lag.
Die Tränen, die Zerstörung, der Schmerz und die durchwachten Nächte, die darauf folgten, verhöhnen die Hoffnungen, die wir hatten. Und sie machen mich immer wieder wütend. So wütend. Auf dieses Leben. Auf mich selbst. Und darauf, dass ich es einfach nicht darauf beruhen lassen kann.

Ich habe es mir also noch einmal angetan. Dir geschrieben. Neuigkeiten ausgetauscht. Damit koketiert, wie ähnlich wir doch ticken. Nachts Rotwein getrunken und an dich gedacht. Dir gesagt, dass ich an dich denke. Von dir gehört, dass du an mich denkst. Kaffee bei McCafe und ein paar tiefe Blicke. Die Verwirrung. Tinkerbell und Peter Pan. Das zweite Treffen und ein paar Berührungen, die ich nicht mehr vergessen kann. Dann der Aufprall, die Realität. Und wieder: Tränen. Es bleibt, was es ist, was es immer war. Und die Hoffnung packt ihre Sachen.

Ich habe zig Bücher im Sinne von "Zwei an einem Tag" gelesen und mich jedes Mal gefragt, wie es zwei Menschen so oft schaffen, sich nicht zu bekommen. Ich sehe dich und mich an, und kenne die Antwort. Es ist so einfach. Man muss es einfach bloß zulassen.

Der Schmerz, der mir in jedem meiner Glieder sitzt, ist mir so altvertraut, wie deine Art, mich anzusehen. Vielleicht es nur der Schmerz, der mir bleibt, und deinen Blick bekomme ich von heute an nie wieder. Das ist der Preis, den ich bezahle.

In mir drin weiß ich, dass es richtig ist, wie es ist.
Und dass dieser Schmerz wieder vergeht, das weiß ich, aus den vielen vielen vielen Malen zuvor. Man muss nur Atmen und Hoffen.
18.1.12 12:47


 [eine Seite weiter]
Kaffee.
Löffel.
Milch.
Zucker.
Bohnen.
Süßstoff.
Kaffeesatz.
coffee.to.go.
Gratis bloggen bei
myblog.de