coffeelove
Rastlos.

Zwei Nächte hab ich nicht geschlafen. Ein paar unruhige Stunden, in einem zu harten Bett, ohne seinen Atem in meinem Nacken, sonst nur Alkohol, sonst nur Suche nach Wachheit oder Schlaf oder einem kleinen Moment Amusement.

Ich fühle mich kaum, hinter all dem Lachen, den Blicken und den einstudierten Sätzen, die ich solange auswendig gelernt habe, bis ich sie selbst zu glauben begann. "Das hier bin nun ich."

Die Sehnsucht nach Normalität wächst. Mal ins Kino, mal auf die Couch, seltener Tanzen im Regen und Schnee. Und gleichzeitig grinst meine innere Steppenwölfin, fletscht ihre Zähne und lauert auf ihren großen Moment. Wenn ich alles um mich herum zerschlage und wieder bereit bin, die Kontrolle völlig zu verlieren.

Es ist zu viel Gefühl, das keinen Platz hat, keine Worte findet. Es ist so viel Gefühl, dass die Chance auf Ruhe wie die Chance auf Glück weit fort rückt.

Noch immer vermisse ich ihn jeden Tag wenigstens eine Sekunde.
20.1.16 19:51


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Ich wünsche mir manchmal.

Er würde nicht mehr existieren.
Den Tod wünscht man ja niemand.
Aber ich wünsche mir manchmal, er wäre nicht mehr da, einfach so.
Nicht aus Hass. Verbitterung. Wut. Traurigkeit.
Nur, um endlich meine Ruhe zu haben, vor all den Narben, die aus Wunden entstanden, welche er mir zugefügt hat.
So jucken sie, nicht täglich, nicht dauernd, aber doch oft genug.
Und so kann ich es nicht lassen, manchmal selbst an ihnen zu zerren, bis sie aufplatzen und wieder Wunden werden.
Ein ewiger Kreislauf.
Eine Spirale.

Ich sag ja,
manchmal wünsche ich mir, er würde nicht mehr existieren.
Und das ist nicht mal böse gemeint.
4.11.15 18:39


Der Sommer geht zu Ende...

Draußen sind es schon jetzt, um halb 11 Uhr morgens, knapp 30 Grad. Es ist wahrscheinlich der letzte heiße Tag- der Sommer geht zu Ende.

Und was für ein Sommer. Ausgekostet bis ins Letzte.
Grillen am Main mit billigen Einweg-Grills, laue Abende auf S. Balkon mit Wodka und Cola, was keine gute Mischung ist, Picknicks im Park mit dem Einen oder den Mädels, durchtanzte Nächte, lange Jogging-Runden und schweißtreibende Workouts an Parkbänken.
Sein Heiratsantrag am griechischen Strand. Mein "Ja".

Ich lebe momentan bis in die letzte Faser meines Körpers- die Tage sind ausgereizt, die Nächte verbringe ich zu selten einfach mit Schlaf. Dass ich mich noch mal so fühlen würde, wild, und frei, und angstlos, hätte ich nicht geglaubt. Es ist vielleicht sogar noch besser als früher, als ich jung und orientierungslos war. Ich habe ihn, an meiner Seite, ich weiß wo ich hin will, ich tue was dafür. Den Rest der Zeit lebe ich. Ich bin noch immer jung, aber angekommen.

Der Herbst kommt, und ich fürchte mich nicht vor ihm. Gemütliche Abende auf der Couch, meine kalten Füße in seinen warmen Händen, weniger Wodka, mehr Rotwein, Singstar-Abende, den Sonntag einfach mal im Bett bleiben, Kürbissuppe- das wird auch ne wunderbare Zeit.

Glück ist am Ende eh, was man draus macht.
Und heute werde ich die Sonne noch mal genießen.
31.8.15 10:39


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